Fliegen mit Grippe Coronavirus

Welche Vorkehrungen wurden für Flugreisende getroffen, die aus Risikogebieten in Deutschland ankommen?

Beförderer von Reisenden, die per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus aus China, dem Iran, Italien, Japan, Südkorea nach Deutschland einreisen, müssen ihren Passagieren Verhaltenshinweise zur Krankheitsvorbeugung, bzw. für den Fall, dass Krankheitssymptome auftauchen, aushändigen.

Gleiches gilt für alle Betreiber von Flughäfen, Häfen, Personenbahnhöfen und Omnibusbahnhöfen.

Luftfahrzeugführer haben bei Flügen aus dem Iran, Italien, Japan, Südkorea, oder China vor der Landung in Deutschland die allgemeine Erklärung für Luftfahrzeuge, Abschnitt Gesundheit den Behörden zu übergeben.

Reisende, die per Flugzeug oder Schiff aus dem Iran, Italien, Japan oder Südkorea in Deutschland einreisen, müssen vor Verlassen des Flugzeuges oder Schiffs Angaben zu Flug/Fahrt und zur persönlichen Erreichbarkeit für die nächsten 30 Tage nach Ankunft machen. Dies erfolgt per Aussteigerkarte.

Für Bahnreisende gilt außerdem folgende Allgemeinverfügung der Bundespolizei:
Im öffentlichen Personenfern- und Regionalverkehr tätige Bahnunternehmen müssen COVID-19-Verdachtsfälle unverzüglich dem Führungs- und Lagedienst der Bundespolizei melden. Kontaktdaten und Informationen zum Aufbau der Meldung sind in der Allgemeinverfügung aufgeführt.

Tritt ein Verdachtsfall auf, müssen Reisende in diesem Zug die „Aussteigerkarte Bahnverkehr“ ausfüllen. Diese werden den Reisenden im Bedarfsfall ausgehändigt.

Allgemein gilt für das Fliegen mit Grippe:

Viele Menschen steigen ohne weiter nachzudenken mit einer Grippe ins Flugzeug und riskieren dabei unter Umständen schwere gesundheitliche Komplikationen. Vor allem der Druckausgleich im Flieger macht dem Körper zu schaffen. Selbst bei einem gewöhnlichen Schnupfen kann es besser sein, die Flugreise abzusagen.

Bei einer Erkältung oder einer Grippe kommt es häufig zu Entzündungsreaktionen der in den oberen Atemwegen gelegenen Schleimhäute. Dabei schwellen diese an und sondern verstärkt Sekrete ab. Meist ist davon auch der obere Rachenraum betroffen. Wenn sich die Entzündung und die Schwellung auf die Schleimhäute der Ohrtrompete ausbreiten, hilft oft auch kein Gähnen, Schlucken oder Kaugummikauen mehr, um den Druck im Mittelohr auf natürliche Weise auszugleichen. Das Mittelohr ist ein abgeschlossener Raum und eine Anpassung ist wichtig, wenn sich die äußeren Druckverhältnisse wie beim Fliegen oder Tauchen stark und schnell ändern. Jedoch kann dieser Druckausgleichsmechanismus im Rahmen einer Erkältung gestört sein. Im Flugzeug sinkt der Umgebungsdruck im Steigflug, wobei es zu einer relativen Druckerhöhung im Mittelohr kommt. Im Landeflug hingegen kommt es zu einem Druckabfall. Im Mittelohr erfolgt die Anpassung über einen vier Zentimeter langen, von Schleimhaut ausgekleideten Gang – die Ohrtrompete. Sie verbindet das Mittelohr mit dem oberen Rachenraum. Beim Schlucken oder Gähnen wird sie kurz geöffnet, was unter normalen Bedingungen und ohne Erkältung für einen natürlichen Druckausgleich sorgt.

Leichter Schnupfen

Wenn Sie nur einen leichten Schnupfen haben, können Sie meist selbst einen Langstreckenflug mit einem abschwellenden Nasenspray gut überstehen. Wichtig ist, dass Durchatmen und ein Druckausgleich möglich sind. Bei stärkeren Erkältungssymptomen, eine Nasennebenhöhlenentzündung oder gar Fieber sollte nicht geflogen werden, um weitere Komplikationen zu vermeiden, beispielsweise dass sich eine Grippe zu einer Lungenentzündung entwickelt, oder der Druck Risse im Trommelfell verursacht.

Sie sind unsicher, ob Sie den Flug ohne Probleme überstehen? Dann holen Sie sich Rat bei Ihrem Haus- oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Das gilt besonders, wenn weitere Vorerkrankungen oder bereits chronische Symptome bekannt sind. Auch bei Kindern muss auf einen guten Gesundheitszustand vor dem Fliegen geachtet werden. Gerade Babys oder jüngere Kinder können sich bei Schmerzen, die durch den Druck im Flugzeug entstehen, noch nicht entsprechend äußern. Also müssen Eltern die Situation vor der Reise richtig einschätzen.

Gehen Sie lieber kein Risiko ein. Flüge können in der Regel 24 Stunden vor Abflug umgebucht werden, wobei eine Umbuchungsgebühr und eventuell die Differenz zu einer anderen Buchungsklasse fällig werden. Beachten Sie die jeweiligen Regelungen der Fluglinie. Tritt eine Erkältung am Urlaubsort kurz vor dem Rückflug auf, dann gilt es auch hier besser auf Nummer sicher zu gehen, einen ärztlichen Rat einzuholen und den Flug gegebenenfalls umzubuchen.

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