Fliegen mit Rollator


Was muss ich beachten, wenn ich mit Rollator fliegen möchte?

Sie oder ein Familienmitglied sind beim Gehen auf einen Rollator angewiesen. Dennoch würden Sie gerne bald in den Urlaub fliegen. Den Rollator mit in den Urlaub per Flugzeug zu nehmen, ist gar nicht so schwierig. Es ist beinahe einfacher als eine barrierefreie Unterkunft am Urlaubsort zu finden. Erfahren Sie hier, was dabei zu beachten ist und welche Tipps es für die Mitnahme von Gehhilfen bei einer Flugreise gibt.

Kann der Rollator mit in die Kabine genommen werden?

Da Gehhilfen auch beim Fliegen als medizinische Notwendigkeit eingestuft werden, dürfen sie in der Regel auch mit in die Kabine genommen werden. Während ein Wanderstock die Sicherheitskontrolle als potentielle Schlagwaffe nicht passiert, dürfen Gehstöcke und Krücken ohne zusätzliche Kosten mit an Bord. Bei einem Rollator kann die Sache anders aussehen. Da der Rollator für die schmalen Flugzeuggänge zu breit ist, kann er in der Kabine kaum verwendet werden. Als Alternative bieten sich an Bord daher Gehhilfen mit geringeren Maßen oder ein Bordrollstuhl an.

Auch wenn die Anmeldung von Gehhilfen vor einem Flug nicht zwingend erforderlich ist, kann sie doch Vorteile mit sich bringen. Sie können dann vor den anderen Passagieren das Flugzeug betreten, bevor das Gedränge beim Boarding losgeht. Und man stellt sich beim Begleitpersonal auf zusätzliche Betreuung ein. Ob der Rollator aber dann tatsächlich mit an Bord kann, lässt sich schwer vorhersagen. Das hängt oft davon ab, ob noch genügend Stauraum in der Kabine vorhanden ist. Die Reservierung eines Sitzplatzes am Gang ist empfehlenswert. Wenn die Gehhilfen im Gepäckfach ganz vorne liegen, sind sie gut erreichbar, wenn beispielsweise ein Toilettengang angesagt ist.

Wer den Rollator dennoch an der Flugzeugtür abgeben muss, kann ihn direkt nach der Landung wieder ausgehändigt bekommen. In diesem Fall muss man ihn nicht erst vom Gepäckband abholen. Allerdings gibt es bei der Abgabe im letzten Moment selten eine sichere Verpackung. Das kann zu Druck- oder Stoßschäden an der Gehhilfe führen.

Sie wollen den Rollator bereits beim Check-in aufgeben?

Was Verpackung und Vermeidung von Transportschäden beim Fliegen betrifft, ist die Abgabe beim Check-in die beste Option. Gut verpackt geht der Rollator dann als kostenloses Sperrgepäck mit auf die Reise. Um die Wege am Flughafen zurücklegen zu können, wird ein Rollstuhl vom Flughafen-Service gestellt. Das ist eine gute Anlaufstelle, um viele Fragen im Vorfeld zu klären. Und natürlich, um sich als Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität anzumelden. Hier erfahren Sie, welche Service der Flughafen bietet, von dem Sie abfliegen.

Wenn Sie sich mit Ihrem eigenen Rollator sicherer fühlen, können Sie ihn natürlich auch bis zum Gate oder sogar bis zur Flugzeugtür mitnehmen. Die Abgabe am Gate hat den Vorteil, dass die zusammen geklappte Gehhilfe dann gut verpackt mit in den Flieger kommen kann. Beispielsweise über einen der Folienwickelautomaten, die in vielen Flughäfen bereitstehen.